Frage bezüglich Kräuterheu (Landschildkröten)

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Dundu
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Frage bezüglich Kräuterheu (Landschildkröten)

Beitrag von Dundu » 10.05.2014, 19:53

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich Kräuterheu.
Auf quasie allen Seiten in die ich mich so einlese, finde ich, dass im Sommer sehr viel mit Heu (z.B. Agrobs, oder eigene Herstellung) gefüttert werden soll. [book.gif]
Was mir aber fehlt ist die Information was an der Heufütterung besser ist als an der Frischfütterung. Ich möchte einfach ein logisches Verständnis bekommen, warum so gefüttert werden sollte.
Klar der erste Grund liegt nahe, da dies dem Nahrungsangebot im natürlichen Lebensraum entspricht.
Aber was ist der große Unterschied an sich, zwischen Frischen und getrockneten Wiesenkräutern?

Dafür zum besseren Verständnis (hauptsächlich für mich selbst) eine kleine Gedankenkette. [icon_idea.gif]
Geerntet wird ausgewachsenes "Unkraut" mit hohem Roherfaser-, geringem Eiweiß-, und einem betrachtlichem Wasseranteil, sowie Vitaminen und was halt sonst noch so in einer Pflanze drin steckt.
Das ganze wird getrocknet, dabei wird der Pfllanze das Wasser entzogen und es werden wohl auch die Vitamine verschwinden. Da nun weniger Wasser in der Pflanze enthalten ist, nehmen somit die anderen bestandteile relativ zu, aber in absoluten Zahlen gemessen sollte sich ja hier eigentlich nicht groß etwas ändern.

Bei der Fütterung wird alles wieder angefeuchtet, also das verschwundene Wasser im wesentlichen wieder zugeführt.
Rein von der Logik wird dem Tier (an Inhaltsstoffen gemessen) also wieder das gleiche wie zuvor angeboten, nur mit entsprechend weniger Vitaminen.

Es wäre super wenn ihr mir denn entscheidenden Unterschied, bzw Fehler in meiner Gedankenkette liefern könntet.

Grüße
Simon

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Kröte
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Re: Frage bezüglich Kräuterheu (Landschildkröten)

Beitrag von Kröte » 11.05.2014, 10:46

Hallo Simon,

herzlich Willkommen hier.

Agrobs wird feucht angeboten, getrocknete Kräuter, Blüten u. Kräuterheu trocken.

Da unsere Kräuter hier das ganze Jahr wachsen (sie wachsen auch schneller als im Habitat) u. das auf einem nicht gerade mageren Boden, sind sie viel gehaltvoller.
Im Habitat gibt es lange Trockenperioden, der Boden ist karger, die Pflanzen sind eiweißarmer und rohfaserreicher.
Durch das Trocknen unserer Pflanzen erreichen wir, das der Nährwert sinkt, die Pflanze faseriger wird.
Wie sich das Trocknen einer Pflanze auswirkt (Nährwertgehalt) kannst Du im Futterpflanzenbuch von M. Minch nachlesen.

Gruß Christine
Ich gebe hier meine persönliche Meinung u. Erfahrung weiter.
Da jeder Halter andere Bedingungen vorfindet, kann diese nicht als Patentrezept gesehen werden.

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